++ TSV - News - Ticker ++ Vorzeitiges Ende der Tischtennissaison

Die Entscheidung, die Tischtennissaison aufgrund der Coronakrise mit sofortiger Wirkung abzubrechen, stößt bei den Vertretern der höherklassigen Klubs in der Region auf ungeteilte Zustimmung. Kontrovers diskutiert wird allerdings die Lösung, die aktuellste Tabelle zum Abschlussklassement zu erklären und nicht etwa die Vorrundentabelle.

Für Oliver Letzgus vom TSV Oberbrüden war’s „alternativlos“, die Saison vorzeitig zu beenden. „Ich hätte es aber besser gefunden, die Vorrundentabelle heranzuziehen“, kritisiert der Routinier, „denn dann hätten alle Teams dieselbe Zahl an Spielen gehabt und jeder hätte einmal gegen jeden gespielt gehabt“. So wie es jetzt gehandhabt wird, nämlich dass die aktuelle Tabelle zugleich das Abschlussklassement ist, „kann es eine gewisse Wettbewerbsverzerrung bedeuten“. Nicht so jedoch in den Ligen, in denen die verschiedensten Männerteams des Auenwalder Klubs nun den Weg nach oben antreten. Sowohl die Zweite in der Bezirksliga und die Dritte in der Kreisliga A, die im März die Tabelle anführten, als auch die Vierte in der Kreisliga B und die Fünfte in der Kreisliga C, die den in diesen Spielklassen vorgesehenen zweiten Aufstiegsplatz einnehmen, hätten in allen denkbaren Varianten zu den Glücklichen gehört. Oberbrüdens Frauen steigen als Schlusslicht aus der Landesklasse ab, aber das wäre als Vorletzter „auch bei einem Cut nach der Vorrunde so gewesen“, weiß Oliver Letzgus. Das Aushängeschild des TSV ist jedoch das erste Männerteam, das als Neuling in der Verbandsklasse um Punkte kämpfte und beim Abbruch den fünften Platz belegte. Mit 14:14 Zählern „wäre wohl auch nichts mehr angebrannt, wenn die Runde zu Ende gespielt worden wäre. Es hat sich abgezeichnet, dass wir unser Saisonziel erreichen“. Das war einzig und allein der Klassenverbleib, nun kann Oberbrüden für eine weitere Runde in der Verbandsklasse planen. Dann kommt es auch wieder zu den stets mit Spannung erwarteten Kräftemessen mit dem TV Murrhardt, der den Aufstieg aus der Landesliga geschafft hat. „Das Nachbarschaftsduell ist eine tolle Sache“, freut sich Oliver Letzgus, der zu der Frage, wie mit den Klubs auf den Relegationsplätzen umzugehen ist, allerdings eine andere Meinung als sein Murrhardter Kollege Dominik Wörner vertritt. Er würde die einen nicht auf- und die anderen nicht absteigen lassen, damit die Anzahl der Teams in den verschiedenen Ligen nicht zu stark auseinanderklafft.


HINTERGRUND

  • Es ist das Ergebnis einer Telefonkonferenz mit Vertretern des Deutschen Tischtennisbundes (DTTB) sowie der 18 Landesverbände, zu denen auch der Tischtennisverband Baden-Württemberg (TTBW) gehört: Die Saison 2019/2020 wird wegen der Auswirkungen der Coronakrise bundesweit mit sofortiger Wirkung abgebrochen, es gibt nur eine Ausnahme: Die selbstständige Tischtennis-Bundesliga der Männer will versuchen, die Runde irgendwie zu beenden.

  • Für alle anderen Spielklassen von ganz unten bis ganz oben gilt, dass die Tabelle zum Zeitpunkt der jeweiligen Aussetzung des Spielbetriebs (in den allermeisten Fällen nach dem ersten März-Wochenende) als Abschlusstabelle zählt. Die Teams auf den Auf- und Abstiegsplätzen steigen auf beziehungsweise ab. Was mit den Mannschaften auf den Relegationsrängen passiert, darf jeder Landesverband individuell entscheiden. Der TTBW kündigt an, sich hierzu spätestens bis kommenden Dienstag, 7. April, auf seiner Homepage äußern zu wollen.

  • Der Entschluss, nicht länger zu warten und jetzt unter den geschilderten Bedingungen einen Haken hinter die Runde zu setzen, soll den Vereinen „Planungssicherheit“ auch für die neue Saison verschaffen, erklärt DTTB-Vizepräsidentin Heike Ahlert. Vorausgegangen sei ein konstruktiver Austausch „zu diesem wichtigen und komplexen Thema“, an dem sich die Landesverbände mit Vorschlägen beteiligen konnten, die sie zum Teil auch aus den Bezirken und Kreisen eingeholt hatten. Ahlert räumt jedoch ein, dass es „einige Härtefälle geben wird“, die mit der gewählten Lösung nicht zufrieden sind.

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